Siena

Siena, die Stadt der Jungfrau oder der "Balzana", die Weiße oder die Schwarze, mag die halbe Maßnahmen nicht, wie ihres Wappenfigur zeigt. Siena ist leidenschaftlich aber auch kontemplativ, sie steigt aber sie geht gleichzeitig unter, sie ist klar aber auch geheimnisvoll. Den steilsten und engsten Felwegen kommt blendend und überraschend das Rot, das "Piazza del Campo" charakterisiert. Die Maestà von Duccio di Buoninsegna liegt die Maestà von Simone Martini gegenüber; die "gute Regierung" von Lorenzetti und die Kanzel von Nicola Pisano bevorstehen. Domenico Beccafumi und Rutilio Manetti erscheinen in die Kirchen. Die Versöhnungslieder des Paliopferdrennens, die man die Felwege entlang, in die Museen und in die Oratorien hören kann, beschwören alte Bräuche und neue Allegorien herauf.  
Am Abend wiederspricht das Getrempel der Schuhsohlen auf das leere Straßenpflaster die Ruhe der grünen Talebenen, die um Jahrhunderten zu früh von dem antiken Verwalten in Ringmauern geborgen worden sind. Der Dom und die wunderbare Aussichtsfassade,die seit der Pest (1338) unvollendet ist; die Saal Pellegrinas; "Santa Maria della Scala"; die Buchhandlung "Piccolomini" und die blendendeAkademier "Chigiana"; weite Räume innerhalb der Mediceer Festung, die  kostbaresten Weine aus Siena, der Toskana und
  Italien der italienischen Weinprobierstube in seinem Inneren verbirgt (diese Festung ist nur ein Paar schritte von der Wallfahrtskirche, die der heiligen Katharina, die Schutzheilige Italiens, gewidmet worden ist); wohlriechende Wirtshäuser; mit vielen Gewürzen bereicherte Süßigkeiten;
Handwerksgeräusche; schwemmende Quellen; Fontebranda und das Geheimnis des Mythischen Flusses "Diana", der unter dieser Stadt strömt; die "bottini" und ihre Geheimnisse; die geometrische Alchimie des Platzes; die Kabbala und Esoterik; neugotischer Zauber. Das ist der Grund, weil "vor allem öffnet Siena das Herz", wie eine berühmte Inschrift auf die Tür "Camol


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