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Seit ĂŒber 142 Jahren ist die Insel ein GefĂ€ngnis, zuerst war sie Strafkolonie, dann, bis heute, HochsicherheitsgefĂ€ngnis. Die âflacheâ Insel ist ein einzigartiges Gebilde: Poseidoniawiesen, Nahrungsquelle fĂŒr die Meeresfauna des oberen Thyrrenischen Meeres, die bedeutendsten Katakomben nördlich von Rom, die römische Villa von Agrippa, das âSanatorio di Punta Marchese, wo auch Sandro Pertini in Verbannung lebte, eine Fauna und Flora, die durch eine Vielfalt an seltenen Arten besticht, die durch die Isolierung der Insel und durch einen bedeutenden ZufluĂ anderer Spezien .entstanden. Nicht zu vernachlĂ€ssigen auch das Potential, das in der GefĂ€ngnisstruktur der Insel liegt. Das GefĂ€ngnis als modernes Monument der italienischen Geschichte von den Briganten der Maremma ĂŒber die hier gefangenen Ăsterreicher bis hin zu den BlutbĂ€dern der Mafia. Dieselbe, 1978 errichtete Mauer, die die Insel in zwei HĂ€lften teilt, könnte man auch als Zeitzeugen schĂ€tzen.
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Im leider geschlossenen Teil der Insel befinden sich mit die allerschönsten Buchten und Klippen de ganzen toskanischen Archipels. Pianosa ist auĂerdem die einzige toskanische Insel, die komplett durch Sedimentgestein gebildet wurde. Aufgrund des Kalkgesteins und ihres ebenen Charakters wurde sie seit der Antike landwirtschaftlich kultiviert. Auch sie war in römischem Besitz und Augustus verbannte dorthin seinen Neffen Marcus Julius Agrippa, der dann hier umgebracht wurde.. In der Cala di San Giovanni können noch heute die Ruinen der Villa Agrippas besichtigt werden. Heute noch beherbergt die Insel ein GefĂ€ngnis und ist deswegen eine sogenannte geschlossene Insel., die man nur mit Erlaubnis des Innenministeriums oder aus wichtigem Grund (Havarien oder Sturm) anlaufen darf. Ihre Bewohner sind folglich nur StrĂ€flinge und deren Wachpersonal.
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Die Insel wechselt trotz ihrer rauhen und ungastlichen KĂŒste, die mit Felsen und Spalten ĂŒbersĂ€t ist, dann völlig ihr Gesicht und erhĂ€lt ganz allmĂ€hlich einen ebenen, ruhigen Charakter. Kakteen, Oliven, Agaven wachsen inmitten dieses sowohl vom Klima als auch von den Farben her milden Landstrichs, der mit seinen Weizen- und Maisfeldern, mit seiner absoluten Stille das Bild vom lĂ€ndlichen Leben schlechthin abgibt. Die FischgrĂŒnde um die Insel herum sind flach und fallen nur ganz langsam ab. Eine Meerestiefe von 50 Metern wird erst ab etwa 1,5 Kilometern von der KĂŒste erreicht.
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Wie kommt man hin
- Die Insel gehört vollstÀndig zum Nationalpark des Toskanischen Archipels. Im Umkreis von einer Meile um die Insel sind Fischfang und Schiffahrt verboten. Der Zugang verlangt eine Erlaubnis seitens der Parkdirektion.
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